Naranjera - meine Pferde meine Heiler
*Heil- & Energiearbeit mit Pferden*
 

Selbstreflexion und Körpersprache

 

Fühlen. Wahrnehmen. Erleben. Loslassen.

 

Die meisten unserer Sinneswahrnehmungen nutzen wir andauernd. Sehen, Schmecken, Riechen und Hören. Doch wie steht es um das Fühlen? Die Bedeutung dieses Sinnesorganes wird vollkommen unterschätzt. Etwas anfassen oder berühren hat in manchen Kontexten gar einen verruchten Beigeschmack. Dabei ist das Fühlen für uns lebenswichtig. Studien belegen, dass Neugeborene ohne liebevolle Berührungen in der Entwicklung verzögert sind und dies seelische Schäden verursacht oder im Extremfall sogar zum Tode führen kann.

 

Um sich selbst zu reflektieren ist ein hoher energetischer Einsatz nötig und man muss sich all seiner Sinne bedienen. Außerdem muss man sich wagen einen anderen Blickwinkel auszuprobieren.

 

Dem Partner Pferd begegnen wir deshalb, nach einer Begrüßung, erst einmal mit verbundenen Augen und fühlen und nehmen einfach mal nur wahr.

 

Wahrnehmen – es bedeutet nicht nur etwas mit dem Auge zu erfassen, sondern es hat etwas damit zu tun eine Wahrheit zu nehmen. Da das Pferd ein Spiegel der Seele ist, ermöglicht uns das auch unser Unterbewusstsein zu spiegeln, Blockaden, unterdrückte Emotionen und Ängste zu erkennen, die mir vielleicht gar nicht bewusst sind oder mit denen ich mich bisher nicht auseinandersetzen wollte.

 

In verschiedenen Übungen mit dem Pferd gehen wir zunächst auf Spurensuche. Ich begleite das Geschehen als Begleiterin und Übersetzerin.

 

Wer bin ich, wo möchte ich hin, bin ich glücklich, bin ich da, wo ich sein will, verdränge ich Emotionen oder lebe ich sie voll aus? Was blockiert mich? Wovor habe ich Angst? Wo liegen Stärken, denen ich nicht genug Aufmerksamkeit schenke? Wo Schwächen und wie kann ich sie für mich annehmen?

 

Diesen Fragen widmen wir uns und lassen das Pferd einfach spiegeln. Denn ein Pferd ist mir gegenüber objektiv und unverfälscht, wert- und vorurteilsfrei. Sie sind pur, nicht an Profit interessiert. Ihre außerordentliche Fähigkeit ist ihre enorme Beobachtungsgabe, die für sie überlebenswichtig ist. Innerhalb von Sekunden können sie ihr Gegenüber einschätzen. Ist es harmlos oder besteht Gefahr und Anlass zur Flucht? Ihre wohl wichtigste Eigenschaft, die den meisten Menschen fehlt, ist ihre Kongruenz. Ausdruck und Absicht stimmen überein und beim Menschen unterscheiden sie Sein und Schein sofort.

 

In einem weiteren Schritt widmen wir uns nach erfolgreicher Suche dem Loslassen. In weiteren Übungen erarbeiten wir uns Lösungsmöglichkeiten. Wir versuchen das Pferd nur mithilfe unserer Gedanken, unserer Körpersprache und unserem Energieeinsatz zu bewegen.

 

Es gibt nicht eine Lösung und es gibt kein richtig und falsch. Es gibt nur ein Ausprobieren und eine Einladung dazu die Komfortzone einmal zu verlassen und neue Blickwinkel zu erforschen.